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Prozesskostenrechner.de

Prozessfinanzierung: Klagen ohne eigenes Kostenrisiko

Ein Prozessfinanzierer übernimmt die Kosten Ihres Rechtsstreits. Verlieren Sie, zahlt er. Gewinnen Sie, erhält er einen Anteil am Erlös.

So funktioniert eine Prozessfinanzierung

Prozessfinanzierung heißt: Ein Unternehmen übernimmt die Kosten, um private oder gewerbliche Ansprüche außergerichtlich oder vor Gericht durchzusetzen, und wird dafür im Erfolgsfall am Erlös beteiligt.

  1. Fall prüfen lassen

    Interne oder externe Anwälte des Finanzierers prüfen Sachverhalt, Unterlagen und die aktuelle Rechtsprechung.

  2. Zusage erhalten

    Stimmen Erfolgsaussicht und Streitwert, sagt der Finanzierer die Übernahme der Kosten zu, meist für die jeweilige Instanz.

  3. Anspruch durchsetzen

    Ihr Anwalt führt das Verfahren. Alle Kosten trägt der Finanzierer, auch die der Gegenseite, wenn Sie verlieren.

  4. Erlös teilen

    Gewinnen Sie, erhält der Finanzierer den vereinbarten Anteil. Verlieren Sie, zahlen Sie nichts.

Welche Kosten übernommen werden

Der Finanzierer trägt sämtliche Kosten, die das Verfahren mit sich bringt:

  • die Gerichtskosten aller finanzierten Instanzen,
  • die Kosten Ihres eigenen Anwalts,
  • die Kosten des gegnerischen Anwalts, wenn Sie verlieren,
  • Kosten für Zeugen und Sachverständige.

Wie hoch diese Kosten bei Ihrem Streitwert sind, zeigt der Prozesskostenrechner.

Kostenrisiko berechnen

Voraussetzungen

Nicht jedes Verfahren kommt für eine Prozessfinanzierung infrage. Üblich sind:

  • ein Mindeststreitwert, je nach Finanzierer zwischen 10.000 € und 500.000 €,
  • eine realistische Aussicht auf Erfolg,
  • ein geldwerter Ertrag, an dem der Finanzierer beteiligt werden kann.

Wovon die Erfolgsbeteiligung abhängt

Die Beteiligungsquote richtet sich vor allem nach den Erfolgsaussichten und damit dem Prozessrisiko sowie nach der Höhe des Streitwerts. Sie unterscheidet sich außerdem je nach Anbieter und danach, ob der Finanzierer die Kosten ganz oder nur teilweise übernimmt.

Vorteile für Anspruchsinhaber

Sie können einen Anspruch ohne oder mit geringem finanziellem Risiko verfolgen. Gerade bei hohen Streitwerten schont das die Liquidität. Unternehmen müssen für finanzierte Verfahren zudem keine Rückstellungen in der Bilanz bilden.

Vorteile für Anwälte

Die Finanzierung des Verfahrens ist zumindest für die jeweilige Instanz gesichert. Die Zusammenarbeit mit den Prüfern des Finanzierers hilft zudem, das Verfahren effektiv zu gestalten.

Prozessfinanzierung bei Sammelklagen

Auch Sammelklagen werden finanziert. Dabei bündelt eine Finanzierungsgesellschaft viele kleinere Ansprüche und macht sie gemeinsam geltend.

Häufige Fragen zur Prozessfinanzierung

Was kostet eine Prozessfinanzierung?

Solange Sie verlieren, nichts: Der Finanzierer trägt dann alle Kosten. Gewinnen Sie, erhält er einen Anteil am Erlös. Wie hoch dieser Anteil ist, hängt vor allem von den Erfolgsaussichten, dem Streitwert und dem Umfang der übernommenen Kosten ab und unterscheidet sich je nach Anbieter.

Ab welchem Streitwert lohnt sich eine Prozessfinanzierung?

Die meisten Finanzierer setzen einen Mindeststreitwert voraus, je nach Anbieter zwischen 10.000 € und 500.000 €. Darunter ist das Verhältnis von Prüfaufwand und möglichem Erlös für sie meist nicht wirtschaftlich.

Wie unterscheidet sich das von einer Rechtsschutzversicherung?

Eine Rechtsschutzversicherung schließen Sie ab, bevor ein Streit entsteht, und zahlen dafür laufend Beiträge. Eine Prozessfinanzierung beantragen Sie, wenn der Streit schon da ist. Sie zahlen keine Beiträge, geben im Erfolgsfall aber einen Teil des Erlöses ab.

Kann ich meinen eigenen Anwalt behalten?

In der Regel ja. Ihr Anwalt macht den Anspruch weiter in Ihrem Namen geltend. Der Finanzierer prüft den Fall vorab und begleitet das Verfahren, oft in enger Abstimmung mit Ihrem Anwalt.

In Zusammenarbeit mit Heidelberg Holst & Partner

Diese Seite ist in Zusammenarbeit mit der Kanzlei Heidelberg Holst & Partner Rechtsanwälte, Hamburg, entstanden. Wenn Sie wissen möchten, ob Ihr Fall für eine Prozessfinanzierung infrage kommt, erreichen Sie die Kanzlei in der Hamburger Innenstadt.

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